Wasserschildkröten

Wasserschildkröten leben primär im Wasser und dennoch benötigen sie einen Landteil, um beispielsweise Sonne zu tanken oder den Panzer zu trocknen. Für die Haltung von Wasserschildkröten in einem Aquarium sollten die besonderen Ansprüche je Art berücksichtig werden und vor dem Kauf ausreichende Informationen eingeholt werden.

Wasserschildkröten können zum Teil in einem Teich gehalten werden, sofern die Art es zulässt. Hierzu eignen sich vorrangig Arten aus dem europäischen Bereich und weniger die Sorte, die aus tropischen Gebieten stammt. Bei der Haltung in einem Aquarium benötigen die Schildkröten ein Landteil, in dem sie graben können. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Weibchen gehalten werden, da andernfalls eine Legenot entstehen kann. Das Landteil muss für die Kröten gut zu erreichen sein, z.B. durch eine schräge Korkrinde. Hierbei muss das Material ermöglich, dass die Tiere sich festhalten können, Plexiglas wäre zu glatt.

Besonders für Schildkröten in Gefangenschaft ist Kalk sehr wichtig. Um keine Unterversorgung zu riskieren, sollte stets ein Stück Sepiaschale oder Eierschalen von BIO-Eiern im Wasser zu finden sein. Bezüglich der Nahrung sind Wasserschildkröten wahre Feinschmecker und erwarten dementsprechend vielseitige Kost. Gern gesehen sind dabei beispielsweise Fischfilets, getrocknete Mückenlarven, Schnecken und Regenwürmer. Auch Mehlwürmer, Shrimps, Heuschrecken, Grashüpfer und Unkräuter wie Löwenzahn oder Wegerich können auf dem Speiseplan stehen.

Wasserschildkröten sind größtenteils im Wasser zu finden. Das Land suchen sie je nach Art mal mehr oder weniger auf. Anders als bei Fischen, können sie dort auch lange überleben. Einige Arten haben jedoch das Problem, dass sie an Land nicht fressen können. Sollte ein Transport der Tiere anstehen, sollte diese in einem trockenen Gefäß transportiert werden.

Da es sich bei Schildkröten um Reptilien handelt, stellt sich immer die Frage nach der Winterstarre. Gerade bei Schildkröten, die als Haustiere gehalten werden, ist diese Diskussion immer aktuell. Viele Tiere haben sich den Gegebenheiten angepasst – vor allem wenn es sich um außereuropäische Arten handelt – weshalb sie meist nur eine Ruhephase durchleben anstatt komplett in eine Starre zu verfallen.  Auch hier sollten die einzelnen Ansprüche der jeweiligen Art beachtet werden.