Haltung von Landschildkröten

Die Haltung von Landschildkröten ist anders im Vergleich zur Haltung von Wasserschildkröten. Am besten ist es, wenn den Tieren ein Außengehege geschaffen werden kann. Denn anders als die im Wasser lebenden Schildkröten, wird die Haltung in einem Terrarium von vielen Haltern grundsätzlich abgelehnt und als nicht artgerecht angesehen. Dennoch werden hier beide Varianten aufgezeigt.

Vor dem Kauf einer Landschildkröte muss sich die lebenslange Verantwortung für das Tier bewusst gemacht werden. Es handelt sich hierbei weder um ein Kuscheltier noch um ein Tier, dass nur wenige Jahre überlebt. Im Idealfall erreichen Schildkröten auch in Gefangenschaft mehrere Jahrzehnte und können bis zu 100 Jahre alt werden. Somit stellt sich zum Teil auch die Frage, wo nach dem Tod des Menschen die Landschildkröte leben wird.

Der Schildkröte muss ausreichend Platz zur Verfügung gestellt werden – ganz gleich ob die Haltung in einem Terrarium oder in einem Außengehege geplant wird. Zusätzlich ist eine ausreichende Beleuchtung notwendig. Neben der Helligkeit, sind hier Wärme und UV-Strahlen wichtig. Geeignete Lampen können im Fachgeschäft gekauft werden. Hierbei kann beispielsweise die UV-Lampe Lucky Reptile – Bright Sun UV genutzt werden.

Eine zu trockene Haltung, fehlende Winterruhe oder die falsche Fütterung können zu Höckern im Panzer führen, die nie wieder weggehen. Aus diesem Grund sollten sich bereits vor der Anschaffung der Landschildkröten ausreichende Informationen zu ihrer Pflege und Haltung eingeholt werden.

Die Haltung in einem Außengehege

Ein optimales Außengehege für eine Landschildkröte hat eine Fläche von mindestens 10 m². Auf diesem Gelände muss eine Schutzhütte zum Aufwärmen, evtl. mit integrierter Wärmelampe, vorhanden sein. Idealerweise liegt das Gehege so, dass die Morgensonne die Schildkröte aufwärmt. Als Untergrund eignete sich ein Kies/ Sand-Gemisch ebenso wie Futterpflanzen, Rasen und Findlinge zur Nachahmung einer Felslandschaft. Zusätzlich können Kalkelemente von Zeit zu Zeit verstreut werden, um die Aufnahme des wichtigen Kalks zu ermöglichen.

Um den Schildkröten ausreichend Möglichkeiten zum Trocken, Wärmen aber auch Baden zu geben, muss eine Badeschale vorhanden sein. Die Umrandung des Geheges sollte eine Höhe von ca. 30cm haben, damit die Schildkröten es nicht überklettern können. Zur Vorbereitung auf die Winterstarre ist ein Frühbeet oder Gewächshaus für Landschildkröten notwendig. Hier herrschen angenehm tropische Temperaturen. Zusätzlich kann dieses Haus dafür genutzt werden, um die Schildkröten vor Feinden, wie Krähen, Marder und Ratten zu schützen.

Landschildkröten suchen bei heißen Temperaturen schattige Plätze, z.B. unter Felsen oder Baumstämmen. Einige Arten graben sich zum Zweck der Kühlung in Sand ein. Für diese Eigenschaften müssen ausreichende Möglichkeiten geboten werden.

Haltung in einem Terrarium

Einigen ist die Haltung in einem Außengehege nicht möglich. Hier kommt es meist zu einer Haltung in einem Terrarium. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass auch hier ausreichend Platz vorhanden sein sollte. Die Einrichtung sollte so natürlich wie möglich gestaltet werden. Auch hier kann ein Kies/ Sand-Gemisch als Untergrund dienen, eine badeschale bereitgestellt und Futterpflanzen gesät werden. Auch hier ist eine ausreichende Beleuchtung mit UV-Strahlung sehr wichtig.

Um den Tieren genügend Freiraum zu schaffen, wäre eine Haltung außerhalb des Terrariums von Zeit zu Zeit sehr nützlich. Das Herumlaufen in der Wohnung oder auf dem Balkon ist nicht optimal, aber dennoch besser als eine Haltung ausschließlich in dem abgesperrten Raum. Die Verträglichkeit mit anderen Haustieren, wie Katzen oder Hunde muss dabei ausgetestet werden, sollte jedoch keine Probleme bereiten.